Archiv der Kategorie: Cyberkrieg

Tagesdosis 11.7.2019 – Im Tollhaus des information-warfare (Podcast)

Ein Kommentar von Ullrich Mies. Weite Teile der Bevölkerungen der „westlichen Wertegemeinschaft“ nehmen die Herrschaftsfraktionen ihrer Gesellschaften als Krebsgeschwür wahr. […]

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Tagesdosis 11.7.2019 – Im Tollhaus des information-warfare

Ein Kommentar von Ullrich Mies. Weite Teile der Bevölkerungen der „westlichen Wertegemeinschaft“ nehmen die Herrschaftsfraktionen ihrer Gesellschaften als Krebsgeschwür wahr. […]

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USA haben sich ins russische Stromnetz gehackt

Die New York Times hat am Samstag einen sensationellen Bericht gebracht, der aber bei den anderen Medien keinerlei Reaktion ausgelöst hat. Die "Zeitung der Zeitungen" berichtet, das Kommando für Cyber-Kriegsführung des Pentagon ist ins russische Stromnetz eingedrungen und hat dort Schadsoftware platziert. Schlummernde Viren sollen sich in den Kontrollsystemen der russischen Kraftwerke befinden. Dies soll als "Warnung" an Moskau dienen, im Kriegsfall kann Washington den Strom in Russland abschalten.


Man stelle sich vor, wie hysterisch die Meldungen im umgekehrten Fall wären, die Russen hätten sich ins amerikanische Stromnetz gehackt und eine "KILL SWITCH" platziert. Die Schlagzeilen über die bösen Russen wären riesen gross und man würde nach Vergeltung schreien. So aber, wenn die Amerikaner es mit den Russen machen, interessiert es niemand.

Zur Erinnerung, im Sommer vergangenes Jahr hat Trump die Genehmigung für solche Cyber-Angriffe gegen Russland erteilt und diese Aufgabe wurde basierend auf den National Defense Authorization Act dem Cyber Command delegiert - das 2008 von der Obama-Regierung eingerichtet wurde.

Im Artikel steht:

"Stromnetze sind seit Jahren ein Schlachtfeld mit geringer Intensität.

Seit mindestens 2012, so sagen amtierende und ehemalige Beamte, haben die Vereinigten Staaten Aufklärungssonden in die Kontrollsysteme des russischen Stromnetzes eingebaut.

Aber jetzt hat sich die amerikanische Strategie mehr in Richtung Offensive verschoben, sagen Beamte, mit der Platzierung von potenziell lähmender Schadsoftware innerhalb des russischen Systems in der Tiefe und mit einer Aggressivität, die noch nie zuvor versucht worden war.

Es ist zum Teil als Warnung gedacht, zum Teil als Vorbereitung auf Cyber-Attacken, wenn ein grosser Konflikt zwischen Washington und Moskau ausbricht.
"

Jetzt hat sich Trump noch in der Nacht heftig über die Preisgabe dieses Eindringen ins russische Stromnetz aufgeregt und die New York Times des Landesverrat beschuldigt.


"Glaubt ihr, dass die abserbelnde New York Times gerade eine Geschichte gebracht hat, in der es heisst, dass die Vereinigten Staaten die Cyber-Angriffe auf Russland erheblich verstärken? Dies ist ein virtueller Akt des Verrats durch eine einst grosse Zeitung, die so verzweifelt nach einer Geschichte sucht, irgendeiner Geschichte, auch wenn sie schädlich für unser Land ist."


Was sagt uns diese Bekanntgabe durch die New York Times? Washington und damit Donald Trump führen bereits einen Krieg gegen Russland, nicht nur einen Handelskrieg mit Wirtschaftssanktionen, sondern auch einen auf der Computer-Ebene durch Cyber-Attacken. Fehlt nur noch das geschossen wird.

Ich nehme an, die Russen werden spätestens jetzt nach diesem "Hinweis", die Computer der Kraftwerke genau nach Viren überprüfen und ein Eindringen verhindern, wenn sie es nicht schon längst getan haben.

Bin ja gespannt, ob die Redakteure der New York Times für diesen "Geheimnisverrat" auch verhaftet und ins Gefängnis geworfen werden, so wie Julian Assange, dessen Auslieferung in die USA der britische Innenminister jetzt genehmigt hat, wo ihm 175 Jahre drohen.